19.04.2017

von WORT & BILD VERLAG B° RB

Cholesterin durch Ernährung senken

Bei deutlich erhöhten Werten sind Medikamente nötig

Diabetes Ratgeber

Ein leicht erhöhter LDL-Cholesterinwert lässt sich manchmal durch eine Ernährungsumstellung senken. Laut dem Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" kann es genügen, sich bei tierischen Fetten zurückzuhalten, also weniger Fleisch, Wurst und Käse essen. Es sollten fettarme Sorten bevorzugt und beim Kochen pflanzliche Fette wie Raps- oder Olivenöl verwendet werden. 

"Für Eier gibt es hinsichtlich des Cholesterins keine Einschränkung", sagt Diabetologe Dr. Werner Paul aus Friedberg. Allerdings deckt der Körper nur einen kleinen Teil seines Cholesterinbedarfs aus der Nahrung. "Der LDL-Wert lässt sich deshalb über die Ernährung nur um fünf bis zehn Prozent senken", erklärt Privatdozentin Dr. Corinna Lebherz, Kardiologin am Uniklinikum Aachen. Bei einem hohen LDL-Wert verschreibt der Arzt ein cholesterinsenkendes Medikament, meist ein Statin. Es kann den LDL-Wert und damit auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich senken. Denn im Überfluss vorhandenes Cholesterin der Untergruppe LDL lagert sich in den Gefäßwänden ab und lässt die Gefahr einer Arterienverkalkung steigen. Daher brauchen Typ-2-Diabetiker, die ohnehin ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko haben, laut Paul fast immer ein Statin.

Quelle: Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 4/2017 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Passend zum Thema

"Zuckerreduziert" heißt nicht "weniger Kalorien" – Fokussierung auf Zucker lenkt vom Problem Bewegungsmangel ab

Fettfreie Lebensmittel sind nicht automatisch gesünder

Strategien gegen Muskelkater - Eiweißreiche Mahlzeit vor und nach großen Belastungen - Nie in den Schmerz trainieren

Mehr aus der Rubrik

APOTHEKEN UMSCHAU. Vielsitzer: Positionswechsel beugen Beschwerden vor

Stiftung Warentest. Private Krankenversicherung: Beitragsentlastungstarife lohnen häufig nicht

Stiftung Warentest. Gesundheitskurse und -reisen: Große Unterschiede bei den Krankenkassen-Zuschüssen

Teilen: