26.10.2016

von B° IR

Jugendgruppe auf Wanderschaft – was gehört alles in den Rucksack?

Wandern wird immer beliebter bei der Jugend. Egal ob auf der Klassenfahrt oder mit Jugendgruppen. Dabei sollte aber immer auf einen richtig gepackten Rucksack geachtet werden.

Schulrucksack

„Auf du junger Wandersmann …“ In Bayern gibt es unzählige Wanderrouten, die es wert sind, die Stiefel zu schnüren und sich auf den Weg zu machen.

Da wäre zum Beispiel die Tour zum Watzmann, der laut dem Magazin „Bergsteiger“ der schönste Berg der Welt ist, oder die Wanderung durch die Weißbachschlucht, bei der man unbedingt einen Abstecher zum Gletschergarten machen sollte.

Wandern ist somit nicht nur eine Möglichkeit, um seine Fitness zu stärken, sondern auch um die Schönheiten der Natur zu erleben. Darüber hinaus ist für Jung und Alt, für Einzelgänger und Gruppen geeignet. Kein Wunder, dass Wanderungen auch gern auf einer Klassenfahrt oder von Jugendgruppen unternommen werden. Um die Wanderlust perfekt zu genießen, muss aber zuerst der Rucksack gepackt werden.

Der geeignete Rucksack fürs Wandern

Die meisten Jugendlichen verwenden gerne den Rucksack, den sie mit in die Schule nehmen. Dagegen spricht im Prinzip auch nichts, solange es sich um ein Qualitätsmodell handelt.

Normalerweise lassen sich hochwertige Schulrucksäcke durch ein verstellbares Gurtsystem individuell an den Träger anpassen. Dies ist wichtig, damit der Rucksack richtig am Rücken anliegt und die Last gleichmäßig verteilt wird. Markenhersteller wie beispielsweise ergobag verwenden für ihre Modelle ein innovatives System, das sich an dem von Trekkingrucksäcken orientiert. Die Rucksäcke sind mit Aluschienen ausgestattet, mit denen sich das Tragesystem sehr individuell verstellen lässt und so für einen optimalen und rückenschonenden Sitz sorgt. Rucksäcke mit durchdachtem Ergonomiekonzept sind bei spezialisierten Händlern, zum Beispiel hier, erhältlich.

Weitere wichtige Kriterien:

  • Gepolsterte Schulterriemen aus atmungsaktivem Material
  • Ergonomisch geformtes, atmungsaktives Rückenpolster
  • Lagekontrollriemen: Sie bringen das Gepäck näher an den Rücken, wenn der
  • Rucksack nicht ganz gefüllt ist. Dadurch zieht die Last den Körper nicht nach hinten und verrutscht beim Laufen nicht.
  • Brustgurt: Er sorgt dafür, dass der Rucksack auch bei schnelleren Bewegungen perfekt auf dem Rücken sitzt.
  • Hüftgurt: Er verlagert die Last von den Schultern auf den Beckenbereich, um den Rücken zu entlasten. 
  • Belüftungssystem am Rücken        


Wer viel wandert, kann sich darüber hinaus für einen Tagestourenrucksack, ein sogenanntes Daypack, oder einen Trekkingrucksack entscheiden, der sich aufgrund seines großen Volumens für Mehrtagestouren perfekt eignet.

Was gehört alles in den Rucksack?

Das Gepäck ist abhängig davon, ob es sich um eine kurze Wanderung von zwei bis fünf Stunden handelt oder ob den ganzen Tag oder sogar mehrere Tage gewandert wird.

Um für möglichst viele Eventualitäten gerüstet zu sein, gehören in den Wanderrucksack Verpflegung, Regenjacke, Sonnenschutz und ein Notfallset (Verbandsmaterial, Desinfektionsspray, Taschenmesser, etc.). Eine Rolle spielt außerdem, ob es während der Tour Möglichkeiten zum Rasten und Einkehren gibt (z.B. Gasthäuser, Almhütten, etc.).

Wer seinen Rucksack packt, sollte außerdem immer daran denken, dass er den Inhalt bei der Wanderung auch tragen muss. Das Gewicht des Gepäcks belastet den Rücken und kann Verspannungen und Schmerzen verursachen. Für Jugendliche bis 16 Jahren sollte der Rucksack nicht schwerer als 7 Kilogramm sein. Daher empfiehlt es sich, den Rucksack nach dem Packen erst einmal zu wiegen.

Packliste für eine kurze Wanderroute:

  • Getränke, ungefähr 2 Liter pro Person (z.B. Wasser, Apfelschorle, isotonische Getränke, Tee)
  • Essen (z.B. belegte Vollkornbrote, Gemüsesticks, Müsliriegel)
  • Regenjacke
  • Pullover, Sweatjacke o.ä. (abhängig vom Wetter und der Jahreszeit)
  • Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme)
  • Wanderkarte
  • Kompass
  • Handy
  • Taschenlampe
  • Notfallset
  • Bargeld


Packliste für eine längere Tour:

  • Getränke (Bedarf liegt in der Regel bei mindestens 3 Liter pro Tag, können die Getränke während der Tour aufgefüllt werden, muss entsprechend weniger mitgenommen werden)
  • Verpflegung (z.B. getrocknete Früchte, Knäckebrot, Traubenzucker, Energie- oder Müsliriegel, Tütengerichte)
  • Evtl. Campingkocher
  • Regenjacke
  • Kopfbedeckung (je nach Wetter und Jahreszeit)
  • Sonnencreme
  • Lippenpflege
  • Handtuch, schnell trocknen
  • Wasch-Set (Seife, Waschlappen)
  • Zahnbürste und Zahnpasta
  • Leichter Schlafsack
  • Zelt (wenn nicht in einer Hütte, einem Gasthaus oder einer Pension übernachtet wird)
  • Zweites Paar Schuhe
  • Eventuell Wechselkleidung
  • Wanderkarte und Kompass oder GPS-Gerät
  • Handy
  • Taschenlampe oder Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Feuerzeug
  • Verbandsmaterial
  • Wundsalbe
  • Kleine Reiseapotheke (wichtige Medikamente gegen Durchfall, Schmerzen, Erkältung und Kühlgel)
  • Trillerpfeife
  • Bargeld

Für das Gepäck bei einer Wanderung gilt außerdem:
Schwere Gegenstände gehören unten in den Rucksack. Dinge, die häufig gebraucht werden, kommen griffbereit nach oben oder in Seitentaschen. Gut gerüstet, können endlich die Wanderstiefel geschnürt werden.

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