05.02.2018

von JD-B° RB

Kraut der Unsterblichkeit

Jiaogulan, den chinesischen Ginseng, im eigenen Garten anbauen

Jiaogulan wird auch als chinesischer Ginseng oder "Kraut der Unsterblichkeit" bezeichnet

Die chinesische Provinz Guizhou ist bekannt für ihre hohe Zahl an über Hundertjährigen. Dies führt man zurück auf den regelmäßigen Genuss eines Aufgusses aus den Blättern der dort wild wachsenden Pflanze "Xiancao" - was so viel heißt wie "Kraut der Unsterblichkeit". In Europa ist das Rankgewächs bekannt als Jiaogulan (gesprochen: Dschiau-gu-lan) und wird häufig auch als Anti-Aging-Kraut bezeichnet, weil es eine ähnliche vitalisierende Wirkung hat wie Ginseng.

Anti-Aging-Kraut selbst anbauen

Obwohl Jiaogulan zu einer anderen Pflanzenfamilie gehört wie Ginseng, enthält es doch die gleichen Inhaltsstoffe. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten sogar nachweisen, dass Jiaogulan dreimal so viele Saponine wie Ginseng enthält. Doch anders als Ginseng, dessen Wurzel erst nach fünf bis sieben Jahren geerntet werden kann, lässt sich Jiaogulan im Garten viel leichter kultivieren und kann sogar im Blumentopf gezogen werden. Geerntet werden aber nicht die Wurzeln, sondern die frischen Blätter und jungen Triebe. Während die zarten Triebspitzen mit ihrem lakritzartigen Geschmack sehr gut an Salate passen, lässt sich aus den Blättern ein angenehm schmeckender Tee aufbrühen. Jungpflanzen sind im Versandhandel unter www.kraeuter-und-duftpflanzen.de erhältlich.

Gut winterhart

Daniel Rühlemann, der in Norddeutschland eine große Kräutergärtnerei betreibt, hat die Erfahrung gemacht, dass Jiaogulan an einem geschützten Platz im Garten auch in Deutschland gut durch den Winter kommt. Er empfiehlt, Jiaogulan in gute, lockere Erde an einem sonnigen oder halbschattigen Standort zu pflanzen. "In Lagen mit strengem Winterfrost ist aber ein geschützter Platz in der Nähe der Hauswand vonnöten, damit es ab Mai mit dem Neuaustrieb direkt aus der Erde auch klappt", so der Kräuterexperte. Die ausdauernde, rankende Pflanze lasse sich im Frühjahr zudem leicht durch Teilung der Rhizome vermehren. Die bis zu zwei Meter langen Ranken könne man am Boden kriechen, aber auch an einem Zaun oder einer Rankhilfe emporranken lassen. Das habe den Vorteil, dass das Erntegut später sauberer sei.

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