02.02.2018

von JD-B° RB

Bei Mama in die Lehre gehen

Bayern: Kampagne weist auf Vorteile einer Ausbildung hin

Eigentlich wollte Designerin Beatrix Thornton keinen Lehrling einstellen, doch dann lag die Bewerbung ihrer Tochter Anastasia im Briefkasten

Anastasia Thornton war in der Lehre zur Raumausstatterin bei ihrer Mutter. Eigentlich wollte Designerin Beatrix Thornton keinen Auszubildenden einstellen, doch dann lag die Bewerbung ihrer Tochter im Briefkasten. "Da konnte ich nicht Nein sagen", schmunzelt Mutter Beatrix.

Das Handwerk als Chance für junge Leute

Dabei hatte Anastasia zuvor von ihrer Mutter schon zwei mündliche Absagen kassiert. Diese hielt es ursprünglich für keine gute Idee, dass die Tochter bei ihr in die Lehre geht. Anastasia bewarb sich ein drittes Mal schriftlich. "Dieser Mut, entgegen dem Rat vieler Freunde und Lehrer doch auf eine Ausbildung im Handwerk zu setzen, hat mich letztlich überzeugt", so Beatrix Thornton. Genau das vermisst sie in der täglichen Arbeit als Unternehmerin. An allen Ecken würden motivierte, junge Menschen fehlen, die das Handwerk als Chance begreifen und nicht als Abstellgleis. Deshalb unterstützt die Geschäftsführerin von "Trixi - Kreative Räume" die Kampagne "Ausbildung macht Elternstolz", mit der das Bayerische Wirtschaftsministerium, die Industrie- und Handelskammern in Bayern (BIHK) und die Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern (HWK) sowohl Jugendliche als auch Eltern von den Vorteilen einer Handwerkslehre oder Ausbildung überzeugen wollen. Unter www.elternstolz.de gibt es alle Informationen zur Kampagne.

Besondere Konstellation

Anastasia musste nicht überzeugt werden, sie wollte sich selbst überzeugen. "Vor allem davon, wie es ist, im Handwerk zu arbeiten und einen Betrieb zu führen", sagt sie. Einen Azubi-Bonus als Tochter des Hauses genießt sie nicht: "Ich stehe morgens zur selben Zeit wie die Gesellen auf und schleppe die gleichen 25-Kilo-Säcke. Nur dass ich beim Abendessen immer noch mit meiner Mutter über die Arbeit diskutiere und sonntags auch noch helfe, unseren Messestand aufzubauen." Und was sagt die Chefin? "Selbstverständlich ist es eine besondere Konstellation, wenn man die eigene Tochter ausbildet. Dann liegt automatisch die Messlatte ein paar Zentimeter höher. Für sie, aber auch für mich."

Drei Ausbildungsjahre zur Raumausstatterin

Im Moment sieht Anastasia vor allem die Möglichkeiten, die sich dank ihrer Ausbildung bieten. Vier Wochen lang absolvierte sie ein Praktikum am Opernhaus in Zürich und im heimischen Betrieb erwartet sie fast jeden Tag eine andere Aufgabe. Das theoretische Wissen vermittelten ihr die Lehrer in der Berufsschule. Dort stehen in den drei Ausbildungsjahren Fächer wie Stilkunde, Planung, Beratung sowie Raum- und Objektgestaltung auf dem Stundenplan.

Passend zum Thema

Das Erfolgsmodell "Mode-Management": Garant für den beruflichen Erfolg

Für Greenhorns, Greenkeeper und Golfliebhaber

Eine flexible Arbeitswelt erfordert neue Hilfsmittel für erfolgreiche Meetings

Mehr aus der Rubrik

NürnbergMesse und Fachmedienhaus Vogel Business Media starten Kooperation zum Thema "Leichtmetallguss"

Ein Content-Manager setzt Inhalte für Webseiten und Online-Shops in Szene

Auf speziellen Finanzportalen unverbindlich Angebote vergleichen

Teilen: