29.01.2017

von akz-o B° RB

Online-Bewertungen

Kunden helfen Kunden: Ein Ratgeber für hilfreiche Online-Bewertungen

Lost in Translation: Beim Onlinekauf im Ausland ist eine Bewertung in der eigenen Muttersprache für andere Kunden wenig hilfreich

Ob Dienstleistungen, Waren oder ganze Urlaube – es gibt fast nichts, das man per Mausklick nicht kaufen kann. Doch bevor der Umzugshelfer zu spät kommt oder das „Traumhotel“ am Meer in Wahrheit neben einer Autobahn steht, checken 75 % der Deutschen vor einem Kaufabschluss im Internet Kundenbewertungen. Dazu kam eine von der Bewertungsplattform Trustpilot in Auftrag gegebene YouGov-Studie unter 1001 Deutschen. Obwohl so viele Käufer auf Reviews vertrauen, teilen die wenigsten ihre eigenen Erfahrungen. 32 % der Befragten haben nach einem positiven Kauferlebnis noch nie eine Bewertung geschrieben, 28 % tun dies nur selten. Selbst negative Erfahrungen beim Onlineshopping behalten 44 % für sich, 33 % teilen sie nur in Ausnahmefällen.

Vor einem Kaufabschluss im Internet verbringen 60 % der Befragten zwischen 30 Minuten bis hin zu 10 Stunden damit, Kundenbewertungen auf Plattformen wie Trustpilot zu lesen. Halten viele die eigene Recherchezeit für gut investiert, ist doch der mit am häufigsten genannte Grund unter den Nicht-Bewertern der Zeitfaktor. Bewertungen zu verfassen ist offenbar aufwendig und dauert zu lange.

Doch „sharing is caring“. Wer sich beim Online-Shopping selbst durch andere Kundenmeinungen beeinflussen lässt, kann der Community durchs Teilen seiner eigenen Erfahrungen etwas zurückgeben. Mit diesen fünf Zutaten geht beim Schreiben von Bewertungen nichts mehr schief:

1. Einzelheiten erwünscht: Statt nur zu berichten, ob etwas gut oder schlecht war, ist es wichtig zu schreiben, warum dies so war. Was für den einen irrelevant ist, mag für den anderen ein K.-o.-Kriterium sein.

2. Zeitnah am Geschehen: Wer länger als 6 Monate wartet, seinen Strandurlaub zu bewerten, kann sich die Mühe sparen. In einem halben Jahr kann sich einiges ändern, weswegen ältere Erfahrungsberichte für die meisten uninteressant sind.

3. Bei der Sache bleiben: Starke Emotionen haben in einer ernst zu nehmenden Bewertung nichts zu suchen. Egal ob der Umzugshelfer überpünktlich vor der Tür stand oder am Ende Kratzer in den Möbeln waren – die meisten wünschen sich eine sachliche Schilderung der Lage.

4. Lost in Translation: Beim Onlinekauf im Ausland ist eine Bewertung in der eigenen Muttersprache für andere Kunden wenig hilfreich. Seine Gedanken, wenn möglich, immer in der Sprache des Shops teilen, im Zweifelsfall auf Englisch.

5. Duden hilft: Rechtschreibfehler und unvollständige Sätze sind wenig vertrauenerweckend. Vor dem Klick auf das „Absenden“-Knöpfchen lohnt ein zweiter Blick über den Text.

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