09.05.2017

von DRK B° RB

Staatenkonferenz in London am 11. Mai

Hunger in Somalia: Jeder Zweite auf humanitäre Hilfe angewiesen

Rotes Kreuz

Vor Beginn der am 11. Mai in London stattfindenden Staatenkonferenz ruft das Deutsche Rote Kreuz die internationale Gemeinschaft auf, ihre Hilfen für die hungernden Menschen in Somalia zu verstärken. Zugleich ruft das DRK die deutsche Bevölkerung zu Spenden auf. „Mehr als 6,2 Millionen Menschen, und damit rund die Hälfte der gesamten Bevölkerung Somalias, benötigen humanitäre Hilfe. 2,9 Millionen Menschen sind akut von einer Hungersnot bedroht und 363.000 Kinder leiden bereits unter akuter Unterernährung“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. „Die Lage ist für viele Menschen bereits jetzt lebensbedrohlich – dabei hat die Dürre ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Doch wenn wir alle jetzt handeln, können wir eine Hungersnot im Ausmaß wie 2011 noch verhindern“, sagt Seiters.

30 Jahre politische Instabilität und fehlende Infrastruktur haben Somalia schwer gezeichnet. Hinzu kommen negative äußere Einflüsse aufgrund des Klimawandels, die regelmäßig zu Dürreperioden führen. Der Zugang sowohl zu Trinkwasser als auch zu Nutzwasser für Vieh und Landwirtschaft wird immer schwerer. Dies führt dazu, dass der Großteil der Bevölkerung nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. „Wir sehen eine Zunahme an Krankheiten aufgrund unsauberen Trinkwassers, eine Ausbreitung von Tierseuchen an deren Folge das für die somalische Bevölkerung wertvolle Vieh oft verendet, und einen Anstieg der Lebensmittelpreise. Die Menschen sind gezwungen, im Durchschnitt rund 50 Kilometer zurückzulegen, um eine Wasserstelle zu erreichen. Die Lage ist ernst“, sagt Seiters.

Das DRK ist bereits seit mehr als 15 Jahren in der Region tätig. Um Menschenleben zu retten, startete das DRK gemeinsam mit dem norwegischen, finnischen und britischen Roten Kreuz im März ein weiteres Nothilfeprojekt in Somaliland, nahe der Stadt Hargeisa: Da die Bevölkerung die hohen Nahrungsmittelpreise nicht alleine bewältigen kann, werden in diesem Projekt 1.400 Familien finanzielle Unterstützung erhalten. Durch diese Geldmittel in Höhe von 84 Euro pro Monat sollen die Betroffenen Grundnahrungsmittel wie Reis, Bohnen, Öl und Wasser kaufen können, um den Hunger abzuwenden. Ohne diese finanzielle Unterstützung wären diese Familien dazu nicht in der Lage. 

Das DRK bittet dringend um Spenden:

IBAN: DE63370205000005023307

BIC: BFSWDE33XXX

Stichwort: Hungersnot

Passend zum Thema

DRK verteilt Medikamente im kolumbianischen Erdrutschgebiet

Zugesagte Ergänzung im DRK-Gesetz würde aber auch weiterhin unbefristete Gestellung von Rotkreuzschwestern ermöglichen

700.000 Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda - DRK weitet Hilfe aus

Mehr aus der Rubrik

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.: E-Book-Quartalsbericht: Hohe Kaufintensivität lässt Absatz leicht steigen

DRK: Neue Wege bei der Katastrophenvorsorge immer wichtiger

Jahres­abschluss der Stiftung Warentest: Matratzen sind das Top-Thema

Teilen: