05.07.2017

von JD-B° RB

Weiterbilden und nachqualifizieren

Fit bleiben für den Arbeitsmarkt der Zukunft

Auch hierzulande arbeiten sehr viele Menschen, ohne für den ausgeübten Beruf den geeigneten Abschluss zu haben

Der Fachkräftemangel bleibt auch in den nächsten Jahren ein drängendes Problem und wird sich ab etwa 2025 drastisch verschärfen: Denn dann gehen die geburtenstarken Jahrgänge aus der Babyboomer-Generation in Rente. Die gute Nachricht: Wer sich fit macht für den Arbeitsmarkt der Zukunft, verbessert seine beruflichen Perspektiven. Weiterbildung und Nachqualifizierung etwa durch das Nachholen eines Berufsabschlusses sind ratsam.

- Weiterbildung ist unverzichtbar:

Einen Job auf Lebenszeit gibt es heute kaum noch. Die Arbeitsmärkte ändern sich ständig und mit ihnen die Anforderungen an die Belegschaft. Um mithalten zu können, sind kontinuierliche Weiterbildung und lebenslanges Lernen unverzichtbar. Weiterbildung mindert das Risiko, einen bestehenden Job zu verlieren. Sie erhöht die Chancen auf eine bessere Position und auf ein höheres Gehalt. Weiterbildung fördert die Entwicklung der Persönlichkeit und erhöht das Selbstwertgefühl.

- Den Berufsabschluss nachholen:

Auch hierzulande arbeiten sehr viele Menschen, ohne für den ausgeübten Beruf den geeigneten Abschluss zu haben. Wer seinen Berufsabschluss nachholt, verbessert seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich. Neben der Bundesagentur für Arbeit helfen dabei auch erfolgreiche regionale Initiativen.

- Die Unterstützung regionaler Initiativen sichern:

Die Initiative "ProAbschluss" des Landes Hessen etwa ist für Beschäftigte gedacht, die keinen passenden Berufsabschluss haben und diesen nachholen wollen. Sie unterstützt dabei, angefangen von der kostenfreien Beratung bis hin zur finanziellen Förderung, durch den Qualifizierungsscheck. Voraussetzung: Älter als 27 Jahre muss man sein, einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen und seinen Hauptwohnsitz in Hessen haben. Auch geringfügig Beschäftigte können die Zuschüsse beantragen, wenn der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge abführt. Beratungskräfte aus ganz Hessen findet man unter www.proabschluss.de.

- Mit Berufsabschluss mehr verdienen:

Katrin Blackburn etwa ist in einem Duty-Free-Shop am Flughafen Frankfurt/Main beschäftigt. 2016 hat die 35-Jährige ihren Abschluss als Einzelhandelskauffrau nachgeholt. Ein solcher Berufsabschluss steigert nicht nur das Selbstwertgefühl und den sozialen Status, sondern kann auch das Einkommen verbessern. Im Durchschnitt liegt der Bruttostundenlohn bei Personen mit Berufsabschluss um etwa 60 Prozent über dem Niveau von Ungelernten. Natürlich sind das Durchschnittswerte, die im Einzelfall je nach der individuellen Erwerbsbiographie auch anders ausfallen können. Aber fest steht, dass ein Berufsabschluss immer viele Vorteile bietet - bis hin zum späteren Rentenniveau.

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