29.05.2017

von B° RB

Daniel Knorr

Pinakothek der Moderne, München: Daniel Knorr. Die Frau meines Lebens liebt mich noch nicht

Daniel Knorr (*1968), La femme de ma vie ne m´aime pas encore, 1999 > Installation: 99 Figuren aus Pappmaché, bemalt. Installationsdetail. Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Haydar Koyupinar

Matrjoschka-Figuren erfreuen sich seit ihrer Erfindung Ende des 19. Jahrhunderts großer Beliebtheit, in Russland wie mittlerweile weltweit. Im Original aus Holz gedrechselt, ineinander schachtelbar und farbig bemalt, verkörpern die freundlich-runden, zumeist weiblichen Puppen Fruchtbarkeit und Mütterlichkeit.

Fakten
DANIEL KNORR

DIE FRAU MEINES LEBENS LIEBT MICH NOCH NICHT

SAMMLUNG MODERNE KUNST | SAAL 21, München

AUSSTELLUNGSDAUER | 01.06.2017 – 10.09.2017

Nicht aus Holz, sondern aus Pappmaché bestehen die Matrjoschkas, die der Künstler Daniel Knorr 1999 für seine Installation „La femme de ma vie ne m‘aime pas encore“ geschaffen hat. In unterschiedlichsten Größen besetzen seine Figuren den Raum, wecken Assoziationen zu kulturellen Traditionen und Klischees, zu Demografie, Migration und globalem Tourismus.

In unmittelbarer Nachbarschaft zu der 2002 entstandenen Installation „Doppelgarage“ von Thomas Hirschhorn, deren zentrales Thema kriegerische Konflikte sind, die aus Machtgier oder Zurücksetzung entstehen, wirken Knorrs Matrjoschkas wie eine stumme Zivilgesellschaft, die still erträgt oder stumm demonstriert.

Daniel Knorr, geboren 1968 in Bukarest, lebt seit seinem Studium an der Münchener Akademie der Bildenden Künste in Berlin. 2005 vertrat er sein Heimatland Rumänien auf der Biennale in Venedig, in diesem Jahr nimmt er an der Documenta 14 in Athen und Kassel teil.

Kurator: Bernhart Schwenk

Dank an

PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e. V.

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