15.02.2018

von B° RB

Ikko Tanaka

Pinakothek der Moderne | Ikko Tanaka: Gesichter. Plakate

Ikko Tanaka, The 200th Anniversary of Sharaku, 1995

Inspiriert von Bauhaus, amerikanischem Jazz und der ästhetischen Tradition Japans, ist Ikko Tanaka (1930-2002) bis heute einer der einflussreichsten japanischen Grafikdesigner. Die Präsentation im Vorraum des Auditoriums widmet sich dem Motiv des Gesichts im Plakatschaffen dieses Vermittlers zwischen japanischer Kultur und dem Westen.

Fakten
DIE NEUE SAMMLUNG – THE DESIGN MUSEUM München

AUSSTELLUNG | 03. MÄRZ-17. JUNI 2018

Wie in einer Schönheitengalerie passieren die Gesichter auf rund 40 Plakaten Revue: in radikaler geometrischer Abstraktion, kalligrafischer Expressivität oder gebannt durch Fotografie, zeichenhaft, verfremdet, als undurchdringliche Maske, surreal, verspielt ... Mit sublimer Verführung oder theatralischer Anmache wollen diese Gesichter die Aufmerksamkeit des Betrachters gewinnen, sei es für ein No- und Kabuki-Theater, sei es für Ausstellungen, Kommunikationsunternehmen oder eine Kollektion des Modedesigners Issey Miyake. In kühner Abstraktion und Balance des Gegensätzlichen, ausdrucksstark, elegant und kraftvoll – so könnte man den Stil von Ikko Tanaka skizzieren. Ivan Chermayeff, sein amerikanischer Kollege, nannte ihn "distiller of visual truth".

1930 in Nara geboren, arbeitete Tanaka zunächst als Textilmusterentwerfer, später als Ausstellungsgestalter, bis er 1963 in Tokyo sein eigenes Studio gründete. 1964 war er mit Grafiken bei der Documenta 3 in Kassel vertreten. Von der Art Direction für große Unternehmen wie Seibu, Mazda und Shiseido reicht sein vielseitiges Werk bis zu Buchgestaltung und der Konzeption des Design- Warenhauses Muji. Vor allem mit seinen Plakaten wurde Ikko Tanaka international bekannt, meist entworfen für kulturelle Ereignisse, aber auch für Umweltthemen, Modedesigner, Kosmetikfirmen oder Schriftenhersteller.

Eine Präsentation der Neuen Sammlung – The Design Museum, beginnend mit der Munich Creative Business Week (MCBW) 2018. Unterstützt durch DNP Foundation for Cultural Promotion, Tokio.

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