14.09.2016

von B° VN

Wiesn 2016: Fakten zum Volksfest

In Kürze heißt es wieder: "O'zapft is." Dann strömen Besucher aus der ganzen Welt auf die Theresienwiese nach München, um am berühmten Volksfest teilzunehmen.

Das Oktoberfest existiert bereits seit mehr als 200 Jahren. Wie entstand die Veranstaltung? Welche Trachten passen zum Event, das Wiesn genannt wird? Wir beantworten wichtige Fragen in unserem Überblick.

Geschichte des Volksfestes

In vielen Rückblicken wird Ludwig I. von Bayern als Erfinder des Oktoberfestes benannt. Zwar wurde das Volksfest ausgerichtet, um die Hochzeit des Herrschers zu feiern, allerdings hatte Andreas Michael Dall'Armi, der sich als Kaufmann einen Namen machte, diese Idee. Der Vorschlag des Händlers wurde umgesetzt, sodass am 12. Oktober 1810 das erste Fest auf der Theresienwiese stattfand. In den kommenden Jahren folgten Fortsetzungen. Schon neun Jahre nach der ersten Wiesn wurde die Feier zu einer offiziellen Veranstaltung der Stadt München.

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs das Volksfest rasant. Damals entstanden die ersten Bierzelte. In diesen Zeiten wurden Pferderennen veranstaltet, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein Bestandteil der Wiesn bleiben sollten. Diese Tradition wurde aufgegeben. Dafür existiert seit 1950 ein anderer Brauch. Schließlich ist seitdem das Anzapfen eine jährliche Handlung, die durch den amtierenden Oberbürgermeister durchgeführt wird. Bis heute hält der sozialdemokratische Vertreter Christan Ude den Rekord, weil er nur zwei Schläge benötigte, um das Fass zu öffnen.

Die Zahl der Besucher ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gestiegen. Mittlerweile zieht das Volksfest mehr als sechs Millionen Gäste an, die auch aus dem Ausland nach München reisen. Viele Teilnehmer kommen sogar aus Italien, den USA, Japan und Australien. Deutsche Besucher ergänzen das bunte Treiben, das sich in und vor den Zelten abspielt. Einige tragen Trachten, die sich in den letzten Jahren erneut zum allgegenwärtigen Trend entwickelten. Sie kommen in Lederhose und Dirndl, um in den Zelten zu feiern.

Trachten für die Wiesn

Manche Besucher, die aus der ganzen Welt nach München reisen, scheinen das Volksfest mit einem Kostümball zu verwechseln. Vom Verschnitt der Lederhose bis zum Dirndl aus Latex existieren zahlreiche Verkleidungen, die bei heimatverbundenen Seelen für Entsetzen sorgen. Mit den traditionellen Trachten haben diese Kleidungsstücke nichts zu tun. Allerdings existieren stilvolle Dirndl, die an das traditionsreiche Kleid erinnern, das in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bekannt wurde. Heute gibt es auch auf der Wiesn solche formschöne Dirndl zu sehen, die die Vorzüge der Damen hervorheben. Traditionelle Dirndl und auch Lederhosen bietet beispielsweise der Trachtenshop von Wirkes

Die Herren der Schöpfung tragen die klassische Lederhose, die ebenfalls am und auf dem Fest angeboten wird. Durch die Lederhose, die bereits seit Jahrhunderten in Bayern verbreitet ist, entsteht das passende Outfit für das Fest. Die Hose wird durch ein kariertes Hemd ergänzt, das häufig in rot-weißer oder blau-weißer Farbe gehalten ist. Die bayrischen Trachten sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Lederhose oder Dirndl werden auch für den schmalen Geldbeutel offeriert. In diesem Outfit lässt sich auf der Wiesn der ein oder andere Flirt erleben, der in den Festzelten angebahnt wird. 

Typologie der Zelte

Während des Oktoberfestes werden zahlreiche Zelte errichtet, die zu Speis und Trank einladen. Dort vergnügen sich Menschen aus der ganzen Welt, um bayrische Spezialitäten zu genießen. Viele Gäste besuchen den Schottenhammel, in dem auch der Anstich stattfindet. Dieses Festzelt ist vor allem beim jüngeren Publikum beliebt. Einige Besucher nutzen die Gelegenheit, um einen hervorragenden Kaiserschmarrn zu genießen, der im Schottenhammel serviert wird.

Wer laute Musik hören möchte, ist derweil im Bräurösl gut aufgehoben. In dem seit 1901 existierenden Zelt werden die aktuellen Hits der Wiesn gespielt, weswegen es bevorzugt von einheimischen Gästen besucht wird, die zünftig feiern wollen. Adel und Prominenz versammeln sich derweil im Schützen-Festzelt, das bereits seit 1876 auf der Wiesn existiert. Hier genießen Menschen unter anderem schmackhafte Spanferkel, die mit dem beliebten Franziskaner-Bier serviert werden.

Rustikale Stimmungen lassen sich unterdessen im Armbrust-Zelt erleben. In diesem Zelt wird urige Blasmusik gespielt, während das Paulaner in Strömen fließt, das von Besuchern in Dirndl oder Lederhose getrunken wird. Die Bierspezialitäten von Lowenbräu und Augustiner werden in gleichnamigen Zelten serviert, die sich ebenfalls auf der Wiesn befinden. Ein weiteres Highlight ist das Festzelt der Fischer-Vroni, in dem delikater Fisch kredenzt wird. An diesen Orten treffen Männer und Frauen aufeinander, die in Dirndl oder Lederhose gekleidet sind. Auf das Kennenlernen folgt manchmal ein Flirt, der auf dem Wiesn-Gelände fortgeführt wird.

Flanieren auf dem Oktoberfest

Nach dem Kennenlernen schlendern die Pärchen über das Volksfest. Durch die malerische Beleuchtung auf der Festwiese entsteht eine gewisse Romantik. Dort ist zudem der Lärmpegel geringer als in den Zelten, sodass tiefgehende Unterhaltungen entstehen. Ein kleiner Tipp: Richtig romantisch ist die Oide Wiesn, die zwar zusätzlichen Eintritt kostet, aber ein ruhigeres Ambiente bietet. Pärchen in Lederhose und Dirndl besuchen zudem das Riesenrad, auf dem ein grandioser Ausblick auf die Landeshauptstadt und das Volksfest erlebt werden kann.

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