22.04.2018

von B° RB

African Mobilities

Pinakothek der Moderne | African Mobilities. This is not a refugee camp exhibition

Shanty Megastruktur

Die Ausstellung „African Mobilities“ thematisiert die komplexe Mobilität innerhalb Afrikas – und dies jenseits der international breit geführten Flüchtlingsdebatte.

In der gegenwärtigen Situation, in der internationale Grenzen gewaltsam neu gezeichnet, verwaltet und überwacht werden und in der einzelne Länder immer stärker von kapitalistischen Gewinnkreisläufen betroffen sind, ist es Zeit, sich Architekturen zu widmen, die auf diese vermeintlich festgesetzten Strukturen reagieren. 

Fakten
ARCHITEKTURMUSEUM DER TU MÜNCHEN IN DER PINAKOTHEK DER MODERNE

ERÖFFNUNG | 25. APRIL 2018, 19.00

AUSSTELLUNGSDAUER | 26. APRIL 2018 – 19. AUGUST 2018

Afrikanische Städte werden hier als Zufluchtsorte und damit in ihrer schnellen Transformation präsentiert, die neue architektonische Typologien, veränderte Infrastrukturen und einen rasant wachsenden Umgang mit digitalen Technologien hervorbringen. Die afrikanische Migration wird hier also als Herausforderung und Chance zugleich gesehen, Architektur und Städtebau neu zu denken. Zur Vorbereitung trafen sich in den vergangenen zwei Jahren Architekten, Städteplaner, Filmemacher, Künstler, Sozialwissenschaftler und Autoren aus Afrika an acht verschiedenen Orten: Johannesburg, Harare, Kampala, Lagos, New York, Dakar, Praia und München. In Workshops analysierten sie diese sich ständig in Bewegung befindliche Welt und nutzten unterschiedliche Medien, um ihre Rechercheergebnisse festzuhalten und mögliche zukünftige städtische Szenarien zu visualisieren. Die aus diesen Treffen entstandenen Arbeiten, zu denen Kunstwerke, Comicromane, Filme und Hörbücher gehören, bringt die südafrikanische Kuratorin Mpho Matsipa von der Universität in Witwatersrand in der Ausstellung „African Mobilities“ zusammen. Ilze Wolff, Partnerin im Büro Wolff Architects aus Kapstadt, entwirft das Ausstellungsdesign, das die verschiedenen Formen der Dynamik unter Migranten in eine räumliche Komposition fasst.

Anstelle eines Kataloges wird – passend zum Thema – eine Webseite ab Ausstellungsbeginn online gehen: www.africanmobilities.org. Dadurch soll ein breites Publikum auch jenseits der Pinakothek der Moderne erreicht werden.

Während der Ausstellungsdauer wird es zusätzlich verschiedene Veranstaltungen geben, darunter DJ Sessions, Vorträge und eine Konferenz „Munich Exchange“, die am 26. April 2018 im Vorhoelzer-Forum der TU München stattfindet. Im Rahmen der Konferenz werden mehrere Teilnehmer der Ausstellung ihre Arbeit vorstellen, darunter Olalekan Jeyifous (Künster, NYC), Mabel Wilson (Wissenschaftlerin, Columbia University, NYC) und die Ausstellungsarchitektin Ilze Wolff (Architektin, Kapstadt). Alle Veranstaltungen sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

„African Mobilities“ ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne und der University of the Witwatersrand (Südafrika). Die Initiative wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Entstanden ist das Projekt mit Unterstützung des Goethe-Instituts, das sich auch an der geplanten Tournee der Ausstellung auf dem afrikanischen Kontinent beteiligen wird.

Ausstellungsteam:

Andres Lepik - Direktor

Mpho Matsipa - Kuratorin

Teresa Fankhänel - Projektkoordinatorin

Jennifer van den Bussche - kuratorische Assistentin und Administratorin Ilze Wolff (Wolff Architects) - Ausstellungsdesignerin

Bubblegum Club - Grafikdesign

Mitwirkende der Ausstellung:

Koordinatoren des Ausstauschprogramms:

Dana Whabira (Njelele Art Station) - Harare, Simbabwe

Doreen Adengo (Adengo Architects) - Kampala, Uganda

Jean-Charles Tall - (College Universitaire d'Architecture de Dakar) - Dakar, Senegal

Patricia Anahory und César Schofield Cardoso (Parenthesis) - Praia, Kap Verde

Marion Gooden und Mabel Wilson (Global Africa Lab), Columbia University GSAPP - New York, USA Solam Mkhabela und Kirsten Dörmann, University of the Witwatersrand - Johannesburg, Südafrika

Auftragsarbeiten:

Chimurenga - Kapstadt, Südafrika Issa Diabaté - Abidjan, Elfenbeinküste Olalekan Jeyifous - New York, USA Paula Nascimento - Luanda, Angola

Mitwirkende

Aisha Balde Emanuel Admassu Sammy Baloji

Issa Diabaté

Mariam Kamara Nolan Oswald Dennis Olalekan Jeyifous Paula Nascimento Olawale Lawal

Essays

Caroline Kihato

Ikem S. Okoye

Loren Landau Manuel Herz

Neelika Jayawardane Lesley Lokko

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