15.05.2018

von B° RB

Hearing China

Chinesische Virtuosen zwischen Tradition und Moderne am 18. Mai 2018 im Herkulessaal der Münchener Residenz, 20.00 Uhr

Hearing China

China, das Reich der Mitte, ist geprägt von einer der ältesten Musiktraditionen der Welt. Viel zu wenig von diesem großartigen musikalischen Schatz ist hierzulande bekannt. Daneben darf China aber auch stolz sein auf zahlreiche hochkarätige junge Virtuosen, die die klassische Musik des Westens mit herausragenden Interpretationen bereichern.

Das Beste aus beiden chinesischen Klangwelten – aus Tradition und Moderne – ist jetzt am 18. Mai 2018 im Münchener Herkulessaal zu hören: Hearing China – Chinesische Virtuosen zwischen Tradition und Moderne präsentiert vier herausragende chinesische Interpreten, die den Brückenschlag zwischen traditionellen Darbietungen mit Instrumenten ihrer Heimat und klassischem europäischem Repertoire wagen.

Auf dem Programm stehen Werke von Camille Saint-Saëns und Jean Sibelius ebenso wie überlieferte Kompositionen oder Adaptionen für traditionelle Instrumente der chinesischen Musikkultur. So wird mit dem Guzheng-Spieler Wang Zhongshan ein Meister seines Fachs im Herkulessaal zu hören sein, der die Wölbbrettzither mit ihrer fast 3000-jährigen Geschichte virtuos zum Klingen bringt. Werke aus der Ming-Dynastie machen den eleganten Klang und die differenzierten Ausdrucksmöglichkeiten der Guzheng genauso erfahrbar wie Eigenkompositionen und Volksweisen. Neben ihm steht mit Jiang Kemei eine Virtuosin der Huqin genannten, traditionellen chinesischen Streichinstrumente auf der Bühne, die deren filigrane Klangstruktur u. a. in Stücken aus der Peking-Oper oder dem traditionellen Schattentheater hörbar macht. Die gebürtige Chinesin Fang Ziqi lebt seit 2010 in Deutschland und hat als Pianistin bereits in zahlreichen Konzerten brilliert. Als jüngster Künstler des Abends repräsentiert auch der 1999 geborene Violinist Ziyu He, der seit 2011 in Salzburg lebt und studiert, die neue Generation chinesischer Interpreten, die dabei sind, die Bühnen der Welt zu erobern. Als Gast ist die Konzertpianistin Natalia Posnova mit selbst arrangierten Cross-over-Werken zu hören.

Im Dialog der reichen chinesischen Musiktradition mit klassischen Werken westlicher Provenienz, im Miteinander Jahrtausende alter Instrumente mit Piano und Violine erschließt sich ein facettenreicher Klangkosmos, der die einzigartige Vielfalt der chinesischen Musik erahnen lässt. Hearing China ist eine seltene Gelegenheit, den musikalischen Reichtum Chinas zwischen Tradition und Moderne sowie die Virtuosität wunderbarer Künstler aus dem Reich der Mitte an einem Abend live zu erleben.

Preise: 24 € | 36 € | 48 € 

Karten unter Telefon 089 / 54 81 81 81 oder www.muenchenticket.de

Biografien der Künstler

Wang Zhongshan (Guzheng) ist einer der bekanntesten Guzheng-Spieler Chinas. 1995 gewann er den Ersten Preis als Guzheng-Solist beim International Chinese National Musical Instrument Recital Competition. Er ist heute Präsident der Guzheng-Gesellschaft und Professor für chinesische Musik am Chinesischen Konservatorium für Musik, aufgrund seines virtuosen Spiels wird er auch „Prince of the Guzheng“ genannt. Stets ist er auf der Suche nach „wahrer Harmonie zwischen dem Instrument und dem Spieler“ und entwickelte für die traditionelle Wölbbrettzither auch neue Spieltechniken. Wang Zhongshan wurde in viele Länder Asiens, Europas sowie in die USA eingeladen, um die Kunst des Guzheng-Spielens bekannt zu machen. 

Jiang Kemei (Huqin) hat sich in zahlreichen Solo- und Konzertauftritten als Huqin-Spielerin einen Namen gemacht. Die Gastprofessorin am Zentralen Musikkonservatorium Chinas ist häufig als Solistin mit dem China Broadcasting Chinese Orchestra zu hören. In der New Yorker Carnegie feierte sie ebenso Erfolge wie u. a. mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem Detroit Symphony Orchestra, dem Ottawa Symphony Orchestra, dem Tokyo Philharmonic oder dem National Chinese Orchestra Taiwan. Ihr Huqin-Spiel präsentierte Jiang Kemei auf zahlreichen internationalen Festivals und wird weltweit für ihre Könnerschaft und Interpretationen bejubelt.

Ziyu He (Violine), geboren 1999, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel und zog innerhalb kürzester Zeit international Aufmerksamkeit auf sich. 2017 gab er als einer der jüngsten Solisten jemals sein Debüt mit den Wiener Philharmonikern im Wiener Musikverein. Als Solist war er bereits mit vielen Orchestern zu hören, so u. a. mit dem Münchner Rundfunkorchester, dem Londoner Philharmonia Orchestra, dem WDR Sinfonieorchester, dem Macau Orchestra oder den Chinesischen Philharmonikern. Als Violinist wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, etwa 2016 dem Ersten Preis beim Internationalen Mozartwettbewerb in Salzburg sowie dem Ersten Preis des Londoner Yehudi-Menuhin-Wettbewerbs. Seit 2011 lebt Ziyu He in Salzburg, wo er am Mozarteum studiert. 

Fang Ziqi (Klavier), 1991 in China geboren, begann früh mit dem Klavierspiel und wurde 2002 an der musikalischen Grundschule des Zentralen Konservatoriums für Musik in Peking aufgenommen. Noch im selben Jahr gewann sie den Ersten Preis beim Mido-Sino-Klavierwettbewerb in Frankreich sowie den Dritten Preis beim Xinghai Cup, Chinas Klavierwettbewerb für junge Künstler; verschiedene weitere Auszeichnungen folgten. 2010 bestand sie die Aufnahmeprüfung an der renommierten Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Seit Beginn ihrer pianistischen Ausbildung hat Fang Ziqi ihr Publikum in zahlreichen Konzerten in China, Taipei, Griechenland, Rumänien, Deutschland und Frankreich begeistert. 

Natalia Posnova (Klavier) besuchte als Kind das Rimsky-Korsakoff Konservatorium in St. Petersburg und setzte ihr Studium später in Deutschland an der Dresdner Musikhochschule Carl Maria von Weber fort. Einen Namen gemacht hat sich die Konzertpianistin und Komponistin besonders im Bereich Cross-over, wobei sie berühmte Stücke der Rock-Literatur als virtuose Klavierkompositionen für Konzerthallen arrangiert.

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