06.02.2019

von B° RB

Ausstellungskalender 2019

Vorschau der Pinakothek der Moderne München: Ausstellungen bis Ende Juni 2019

Pinakothek der Moderne

08. FEBRUAR 2019 BIS 02. FEBRUAR 2020

REFLEX BAUHAUS

40 OBJECTS - 5 CONVERSATIONS

Die Neue Sammlung zeigt anlässlich des 100-jährigen Geburtstags des Bauhauses eine Ausstellung, die die gegenwärtige Bedeutung der Reformschule bespricht und auf die eigene historische Verbundenheit mit dem Bauhaus hinweist. 

Erstmals werden historische Objekte aus dem eigenen Bestand in München gezeigt.

In Kooperation mit dem Künstler Tilo Schulz entsteht eine Rauminstallation, die 40 historische Objekte und fünf zeitgenössische Rezeptionen miteinander verschränkt. Die Künstlerinnen und Künstler - die Designerin Ayzit Bostan, die Lyrikerin Barbara Köhler, die Architektin Anupama Kundoo, der Komponist Junya Oikawa und die Künstlerin Sofie Thorsen - sind eingeladen, eine eigenständige Arbeit durch den Dialog mit je einem Bauhaus-Objekt zu entwickeln.

14. FEBRUAR BIS 26. MAI 2019

TOUCH. PRINTS BY KIKI SMITH

Anlass der Ausstellung ist eine außerordentlich großzügige Schenkung der New Yorker Künstlerin Kiki Smith (geb. 1954 in Nürnberg): Kiki Smith hat ihr ediertes druckgraphisches Lebenswerk - Hunderte von Einzelblättern, Portfolios sowie illustrierte Bücher, die seit Mitte der achtziger Jahre bis heute entstanden - der Graphischen Sammlung zukommen lassen. Das editierte druckgraphische Œuvre der Künstlerin ist somit weltweit einzig in München umfassend vertreten. Das thematisch breit gefächerte Werk der Künstlerin befasst sich mit dem menschlichen Körper, der Tier- und Pflanzenwelt sowie mit Naturphänomenen und Märchen, wobei sie die Identität der Frau, die Unschuld der Kindheit oder das Verhältnis zwischen Mann und Frau hinterfragt.

19. FEBRUAR 2019 BIS ENDE 2019

FRANZ RADZIWILL - ZWEI SEITEN EINES KÜNSTLERS

Anlässlich der 2018 erfolgten Neuerwerbung des Landschaftsbildes „Grodenstraße nach Varelerhafen‘‘, 1938, stellt die Sammlungspräsentation Franz Radziwill als einen der bedeutendsten Maler des Magischen Realismus vor. Im Fokus steht seine Verflechtung mit dem nationalsozialistischen Regime zwischen Anpassung und Diffamierung als „entarteter Künstler‘‘ sowie sein expressionistisches Frühwerk in der Tradition der „Brücke‘‘. Die Präsentation stellt der „Grodenstraße‘‘ ein frühes Werk des „Brücke‘‘-Künstlers Karl Schmidt- Rottluffs gegenüber. Darüber hinaus wird eine doppelseitig bemalte Leinwand Radziwills erstmals doppelseitig ausgestellt, um den Bruch vom expressionistischen Frühwerk zum neusachlichen Hauptwerk pointiert vor Augen zu führen.

21. FEBRUAR 2019 BIS 31.DEZEMBER 2020

SOUND OF DESIGN

Die Töne von Designobjekten sind oft so charakteristisch wie ihre Gestalt. Ab 21. Februar 2019 stehen den Besucherinnen und Besuchern daher die Geräusche verschiedener Ausstellungsstücke unserer Sammlung in der Web-App Sound of Design zur Verfügung. Auf mobilen Endgeräten und zuhause am PC können Sie nun in die Welt der Designgeräusche eintauchen. Die Bandbreite reicht von historischen Telefonapparaten über Motorengeräusche ikonischer Automobile bis zum Klacken einer Tastatur. Um diese akustische Dimension unserer Ausstellungsstücke in Zukunft - vor allem in Hinblick auf das geplante Schaudepot - in unsere Präsentation zu integrieren, erweitern wir unsere Sammlung um Töne. Durch Veröffentlichung dieses Archivs in unserer Webanwendung wird es Teil der multimedialen Besuchererfahrung und erweckt die sonst museal entrückten Objekte zum Leben. Zur Einführung von Sound of Design eröffnen wir einen Themenschwerpunkt zur Wirtschaftswunderzeit (1950er/1960er Jahre), in der neue elektrische Geräte und mit ihnen vielfältige Geräusche in den Alltag einzogen.

Ab 21. Februar unter www.sound-of-design.de

28. FEBRUAR BIS 19. MAI 2019

DIE NEUE HEIMAT (1950- 1982).

EINE SOZIALDEMOKRATISCHE UTOPIE UND IHRE BAUTEN.

Die „Neue Heimat’’ war der größte und wichtigste nicht- staatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit. In einem Zeitraum von über dreißig Jahren hat sie mehr als 400.000 Wohnungen und seit den sechziger Jahren auch zahlreiche Kommunal- und Gewerbebauten in Deutschland geplant und umgesetzt. Viele wichtige Architekten der Nachkriegszeit waren für die Neue Heimat tätig und haben an deren Konzepten und Bauten maßgeblich mitgewirkt. Der skandalträchtige Zusammenbruch der Neuen Heimat Anfang der achtziger Jahre wirkte wie ein Schock auf die westdeutsche Bevölkerung und markierte das Ende einer Epoche.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Wohnungskrise und Diskussionen über die Nachverdichtung in vielen Großstädten scheint nun der Zeitpunkt gekommen, um die Neue Heimat einer erstmaligen und tiefgreifenden Untersuchung zu unterziehen. Die Ausstellung lenkt die Perspektive auf die Protagonisten der Neuen Heimat, einschließlich der rund 700 Architekten und Stadtplaner, und deren Einfluss auf die Entwicklungen im Wohnungs- und Städtebau. Anhand ausgewählter Bauten, Projekte und Stadtplanungskonzepte dokumentiert die Ausstellung mittels Planmaterialen, Fotografien, Modellen und Schriftstücken die Geschichte und aktuelle Bedeutung der Neuen Heimat.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Hamburgischen Architekturarchiv/Hamburgische Architektenkammer.

28. FEBRUAR BIS 17. NOVEMBER 2019

RE-VISIONS

Über vier Jahrzehnte haben Ann und Jürgen Wilde eine einzigartige Sammlung moderner und zeitgenössischer Fotografie zusammengetragen, die seit 2010 als Stiftung Ann und Jürgen Wilde den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert ist. Einen Schwerpunkt der Sammlung bildet das Werk von Fotografinnen wie Aenne Biermann, Florence Henri und Germaine Krull. Die Galerie Wilde (1972-1985), bei Gründung die einzige auf Fotografie spezialisierte Galerie in Deutschland, hatte mit Jan Groover, Marcia Resnick, Gwenn Thomas und Deborah Turbeville auch zeitgenössische Fotografinnen im Programm. Bis heute ist es ein besonderes Anliegen von Ann Wilde, die Arbeit von Künstlerinnen und Fotografinnen zu fördern und zu erwerben. Aus Anlass ihres Geburtstages öffnet die Stifterin erstmals ihre private Sammlung. Die Präsentation „Re-visions‘‘ zeigt Ann Wildes persönliche Sicht auf die Fotografie der 1920er-Jahre bis in die jüngste Gegenwart mit Werken u.a. auch von Johanna Diehl, Rineke Dijkstra, Marie Jo Lafontaine, Barbara Probst, Alexandra Ranner, Judith Joy Ross, Martina Sauter, Eva- Maria Schön, Kathrin Sonntag und Heidi Specker.

06. BIS 31. MÄRZ 2019

FUTURO. SATELLIT 9.

CIRCOLUTION - CONCEPTS FOR A SUSTAINABLE FUTURE.

Wir leben noch immer in einer Wegwerfgesellschaft, die Dingen, Materialien und Wertstoffen oft nur einen geringen Wert beimisst. Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, in der es keinen Müll mehr gibt - sondern funktionierende Materialkreisläufe? Ausgehend von der Analyse der Herausforderungen, die einer nachhaltigen Gesellschaftsform bisher im Wege stehen, präsentieren Studierende des Industrial Design und der Architektur an der Technischen Universität München Konzepte für eine zirkuläre Gesellschaft.

Ein Ausstellungsprojekt des Lehrstuhls für Industrial Design der Technischen Universität München, in Kooperation mit der Hans Sauer Stiftung und der Neuen Sammlung - The Design Museum.

16. MÄRZ BIS 16. JUNI 2019

SCHMUCKISMUS

Auf Einladung der Neuen Sammlung kuratiert Karen Pontoppidan, Professorin für Schmuck an der Akademie der Bildenden Künste eine Ausstellung, die sich dezidiert mit der Bedeutung von Autorenschmuck als Spiegel eines kritischen Diskurses auseinandersetzt. In den Arbeiten einer aktuellen Generation von Künstler/innen hat der Schmuck sich weitgehend aus einer Selbstreflexion gelöst, stattdessen wird Schmuck unmittelbar als Instrument zur gesellschaftlichen Reflexion verwendet. Themen wie Ökologie, Konsumgesellschaft oder Feminismen werden direkt durch das Medium Schmuck ausgedrückt. Es gibt auch leisere Töne, die jedoch nicht weniger gesellschaftlich relevante Themen im Schmuck ausdrücken, wie zum Beispiel Fragen zur Identitätsbildung oder zum Istzustand des Menschseins im 21. Jahrhundert.

05. APRIL BIS 08. SEPTEMBER 2019

RAOUL DE KEYSER - ŒUVRE

Raoul De Keyser ist ein „Painter’s Painter‘‘. Die Malerei von De Keyser ist in allen Phasen eine Beschwörung des Mediums und bezieht sich auf Ausschnitte des unmittelbaren Lebensumfelds. Nie steht der Bedeutungsrahmen der Malerei zur Debatte, weder gibt es fotografische Vorbilder noch aufwendige Recherchen. Die Bilder sind von großer Präsenz, da sie ganz der malerischen Linie, den Überlagerungen der Farbe folgen und immer wieder den Verlust des Motivs vor Augen führen.

In dieser Suche nach dem Essenziellen ist De Keyser ein Vertreter der Spätmoderne, doch ebenso wie der 13 Jahre jüngere Palermo besticht auch sein Werk durch Humor, die Lust am Spiel und eine Lakonie, die sich in einer noch jüngeren Malergeneration (etwa bei seinem Landsmann Luc Tuymans) fortsetzt.

In Kooperation mit dem Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (S. M. A. K.), Gent

APRIL / MAI 2019 BIS FEBRUAR 2020

INGO MAURER: PENDULUM

Die archaische Form des Eies und seine konstruktive Perfektion faszinieren seit jeher. Das schwingende Pendel ist ein physikalisches Phänomen der Natur, das schon den Ägyptern Orientierung bot. Die Beobachtung eines Pendels gehört zu den kinetischen Erlebnissen, die sich durch ihre Ruhe und Regelmäßigkeit auf unser Wohlbefinden auswirken. Diese Kombination aus harmonischer Form des Eies und der beruhigenden Bewegung des Pendels sind die Ausgangspunkte für Ingo Maurers Pendulum, das schwingend oder im Ruhezustand eine neue Raumerfahrung ermöglicht. Ab 2019 wird die Rotunde regelmäßig alternierend mit einem ortsspezifisch geschaffenen Werk bespielt: als Ausdruck der Transdisziplinarität der Pinakothek der Moderne sowie zur Belebung des Eingangsbereiches. Zum Auftakt zeigt die Neue Sammlung - The Design Museum ab April 2019 bis Februar 2020 die Installation „Pendulum‘‘ des Licht- Designers Ingo Maurer. Ab 2020 werden daran anschließend Projekte der Sammlung Moderne Kunst der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, der Staatlichen Graphischen Sammlung München und des Architekturmuseums der TU München folgen.

17. MAI 2019 BIS 02. FEBRUAR 2020

THONET & DESIGN

Vom Einmannbetrieb zum globalen Unternehmen: 200 Jahre Möbeldesign werden anhand der Geschichte des Familienunternehmens Thonet reflektiert. Den Pionierleistungen der Frühzeit - neue Technologien, neue Gestaltungsmöglichkeiten, neue Vertriebs- und Marketingwege - stehen die Entwicklungen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts gegenüber. Aus dem 1819 von dem Bopparder Tischlermeister Michael Thonet gegründeten Betrieb entstand im Lauf der Jahrzehnte einer der bedeutendsten Hersteller von Möbeln aus gebogenem Holz - das Modell Nr. 14 zählt bis heute zu den populärsten und in größter Stückzahl produzierten Sitzmöbeln. Ende der 1920er Jahre kam mit der Hinwendung zu den damals neuartigen Stahlrohrmöbeln die Verbindung zu den Bauhaus-Entwerfern. Da diese Stahlrohrmöbel ebenso wie die frühen Bugholzmöbel seit langem in die Dauerausstellung der Neuen Sammlung integriert sind, stehen nun im Mittelpunkt der aktuellen Präsentation die wegweisenden Entwürfe moderner Designer - von Ed Harlis über Verner Panton bis hin zu Norman Foster, Stefan Diez, Konstantin Grcic und - jüngst - Sebastian Herkner. Für die Gestaltung der Ausstellung konnte der Münchner Designer Steffen Kehrle gewonnen werden, der in diesem Kontext auch ein Sitzmöbel für Die Neue Sammlung entwirft.

31. MAI 2019 BIS 23. JUNI 2019

IM BLICK: WAIDMANNSDANK! JÜNGST GESCHENKT - ZEICHNUNGEN, RADIERUNGEN UND DRUCKPLATTEN VON JOHANN ELIAS RIDINGER (1698-1767)

Johann Elias Ridinger gehört zu den versiertesten Tierzeichnern und -graphikern nicht nur des 18. Jahrhunderts. In einem gewaltigen, auch numerisch opulent barocken Werk von rund 1.600 Radierungen hat Ridinger mit dokumentarisch genauen Berichten von Jagden und Wildtieren Maßstäbe der Tierbeobachtung gesetzt. Die Staatliche Graphische Sammlung München besitzt das druckgraphische Œuvre Ridingers nahezu vollständig. Umso erfreulicher, dass das Kabinett aus der ehemaligen Sammlung des Unternehmers und Kaufmanns Hans Dedi (1918-2016) jüngst u. a. mit neunzehn Zeichnungen und drei Druckplatten beschenkt wurde. Anlass genug, Dank zu sagen und das Geschenk, bereichert um eigene Bestände und Schenkungen des Freundeskreises, in zwölf Kapiteln zur Kunst Ridingers und seiner Nachfolge zu präsentieren.

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