27.03.2019

von B° RB

Italienische Malerei

Alte Pinakothek München. Hubert Burda Stiftung engagiert sich für die Alte Pinakothek

Giorgione da Castelfranco (zugeschrieben), Männliches Bildnis, um 1510, Pappelholz, 69,4 x 53,6 cm

Die Hubert Burda Stiftung unterstützt mit einer großzügigen finanziellen Zuwendung die Forschung zur Italienischen Malerei an der Alten Pinakothek. Die auf vier Jahre ausgelegte Förderung gilt der Einrichtung einer vollen wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle mit dem Ziel, den international bedeutenden Sammlungsbestand der venezianischen Malerei der Renaissance mit Werken u.a. von Tizian, Tintoretto und Veronese zu erschließen und eine Ausstellung zum Porträt in Venedig vorzubereiten.

Die neu geschaffene Assistenzkuratorenstelle tritt zum 1. April 2019 Annette Kranz an, deren Forschungsschwerpunkt die Bildniskunst des 15. bis 17. Jahrhunderts ist. Nach Ausstellungsprojekten in Augsburg, München und Innsbruck hat sie zuletzt maßgeblich an der erfolgreichen Ausstellung „Florenz und seine Maler. Von Giotto bis Leonardo da Vinci“ und an dem 2017 erschienenen Bestandskatalog zur Florentiner Malerei der Alten Pinakothek mitgearbeitet.

Mit der Finanzierung einer Assistenzkuratorenstelle folgen die Hubert Burda Stiftung und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen einem bewährten anglo-amerikanischen Modell zur Unterstützung der wissenschaftlich- kuratorischen Kapazitäten der Museen. Die Erforschung der umfangreichen Bestände des von Andreas Schumacher geleiteten Sammlungsbereichs Italienische Malerei erfährt durch dieses Förderinstrument eine entscheidende Stärkung für die kommenden Jahre.

Dr. Hubert Burda zu seinem Engagement:

„Seit meinem Kunstgeschichtsstudium bei Professor Hans Sedlmayr in den frühen sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts übt die Sammlung der Alten Pinakothek einen magischen Sog auf mich aus. Ich meine, bald alle Bilder der ständigen Ausstellung zu kennen. Das Haus und seine Sammlung sind mir ein Stück Heimat geworden. Sie sind einer der ausschlaggebenden Gründe, warum ich, in Offenburg aufgewachsen, mich in München zu Hause fühle. An der Erschließung des eindrucksvollen Sammlungsbestandes der venezianischen Renaissancemalerei in der Alten Pinakothek mithelfen zu können, darüber empfinde ich tiefe Genugtuung. Denn damit meine ich, München und seiner Alten Pinakothek etwas zurückgeben zu können – für die Lebensfreude, die mir beide immer wieder bereitet haben.“

Prof. Dr. Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, dankt Dr. Hubert Burda und der Stiftung:

„Ohne Drittmittel ist die wissenschaftliche Museumsarbeit heute nur noch bedingt zu verwirklichen. Für größere Forschungsprojekte bedarf es im Besonderen der finanziellen Zuwendungen. Wir danken daher Herrn Dr. Hubert Burda sehr herzlich für sein außerordentliches persönliches Engagement und für die großartige Initiative und der Hubert Burda Stiftung für die richtungsweisende, generöse Spende.“

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