11.06.2019

von B° RB

Neue Ausstellungen

Ausstellungen und Führungen in der Pinakothek der Moderne München

Pinakothek der Moderne

13. JUNI BIS 08. SEPTEMBER 2019

ZUGANG FÜR ALLE: SÃO PAULOS SOZIALE INFRASTRUKTUREN

Wie viele Megastädte steht auch São Paulo mit derzeit über 20 Millionen Einwohnern in seinem Stadtgebiet vor komplexen Problemen für die Zukunft: extremer Verkehr, Luftverschmutzung, Wasserversorgung, informelle Siedlungen... Gleichzeitig werden in der Stadt schon seit Jahrzehnten Infrastrukturen geplant und gebaut, die darauf abzielen, faire und inklusive Orte für die urbane Gesellschaft zu schaffen. 

Die Ausstellung präsentiert diese Bauten und Projekte und zeigt ihre Chancen und Potenziale. Die ausgewählten Beispiele reichen von einer Überdachung in einem öffentlichen Park bis hin zu großen multifunktionalen Gebäuden und sie sind von den 1960-er Jahren bis in die Gegenwart gebaut worden. Sie schaffen Angebote, die von Sport über Kultur, Fortbildung und Gesundheit bis zu Gastronomie reichen und haben als gemeinsamen Nenner die Fähigkeit, weit über ihre funktionalen Aufgaben hinaus Orte des Miteinanders zu schaffen.

27. JUNI BIS 22. SEPTEMBER 2019

EINBLATTHOLZSCHNITTE DES 15. JAHRHUNDERTS

Die Staatliche Graphische Sammlung München besitzt einen der weltweit bedeutendsten Bestände an deutschen Einblattholzschnitten des 15. Jahrhunderts. Die ersten europäischen Holzschnitte entstanden um 1400. War das Verfahren zum Bedrucken von Stoffen bereits bekannt, wurde es nun erstmals für Bilddrucke auf dem neuen Träger Papier genutzt und erlaubte eine preiswerte Multiplizierung von Bilderfindungen in hohen Auflagen. Erst dadurch wurden Abbildungen für weite Kreise erreichbar und erschwinglich. Vor allem religiöse Sujets für die private Andacht waren gefragt. Nicht nur als historische Belege sind diese frühen Blätter bedeutend. Es sind überragende Meisterwerke linearer Ausdruckskraft: Der geradlinige Wille zur unmittelbaren Aussage schuf Werke von expressiver Kühnheit. Keine Sammlung der Welt vermag die Frühzeit des Holzschnitts so überragend zu belegen wie das Münchner Kabinett. Hier wird mit Stolz die Wiege der europäischen Druckgraphik verwahrt. Die umfangreiche Restaurierung sämtlicher Werke wird der großzügigen Finanzierung durch die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung verdankt und ist Anlass für die Präsentation ausgewählter kapitaler Blätter. Den Bestandskatalog ermöglicht generös die Ernst von Siemens Kunststiftung.

12. JULI BIS 13. OKTOBER 2019

AENNE BIERMANN. VERTRAUTHEIT MIT DEN DINGEN

Für die Autodidaktin Aenne Biermann (1898 - 1933) war die Kamera ein Mittel sich den Dingen und Situationen ihrer Lebensumwelt anzunähern. Ab Mitte der 1920er- Jahre gewann sie mit ihren Fotografien alltäglichen Erfahrungen und Begebenheiten unbekannte und unerwartete Ansichten ab. Obwohl Aenne Biermann relativ isoliert von den Entwicklungen der Avantgarden in den Großstädten aktiv war, wurden ihre Werke ab 1929 in allen bedeutenden Ausstellungen zur modernen Fotografie umfangreich präsentiert. Das in nur wenigen Jahren entstandene Werk - Aenne Biermann verstarb aufgrund einer Krankheit schon 1933 - zählt heute zu den Hauptwerken der Fotografie des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit. Die Ausstellung umfasst etwa 100 originale Fotografien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, die eine der umfangreichsten Sammlungen zu Aenne Biermann beherbergt. Einige ergänzend ausgewählte Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen sowie Dokumente und Archivalien illustrieren Werk und Werdegang der Künstlerin.

27. SEPTEMBER 2019 BIS 29. MÄRZ 2020

ANDERS GESEHEN. AFRIKANISCHE KERAMIK AUS DER SAMMLUNG S.K.H. HERZOG FRANZ VON BAYERN

Über 1.000 Objekte afrikanischer Keramik aus der Sammlung S.K.H. Herzog Franz von Bayern konnten als Schenkung und als Dauerleihgabe für Die Neue Sammlung - The Design Museum gewonnen werden. Wir würdigen diese großzügige Gabe in einer umfangreichen Ausstellung und Publikation, die Aufschluss gibt über Formen- und Funktionenreichtum afrikanischer Keramik sowie über ihre unterschiedlichen Entstehungszusammenhänge. Im Kontext eines Designmuseums kann diese Ausstellung eine gestaltungshistorische, von den Objekten ausgehende Auseinandersetzung mit den Gefäßen und Figuren ermöglichen und so einen neuen Blick auf die Keramikproduktion in Afrika bieten, der nach Form, Funktion, Dekor und Materialität fragt und ihre Eigenständigkeit sowie Parallelen zur internationalen Praxis aufzeigt.

27. SEPTEMBER BIS 20. OKTOBER 2019

IM BLICK: REMBRANDT - GRAPHISCHE HÖHEPUNKTE DER MÜNCHNER SAMMLUNG [ARBEITSTITEL]

Die Staatliche Graphische Sammlung München nimmt den 350. Todestag von Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606 - 1669) zum Anlass einer konzentrierten Schau exquisiter Zeichnungen und Radierungen aus eigenem Bestand. Die 14 in München befindlichen Zeichnungen von Rembrandts Hand sowie eine repräsentative Auswahl herausragender Radierungen bieten einen Augenschmaus zu Ehren des seit Jahrhunderten bis heute hoch geschätzten Künstlers und außerordentlichen Meisters der Graphik.

17. OKTOBER 2019 BIS 19. JANUAR 2020

BALKRISHNA DOSHI

ARCHITECTURE FOR THE PEOPLE

Balkrishna V. Doshi (*1927 in Pune, Indien) ist Architekt, Städteplaner und Lehrer. Er zählt zu den einflussreichsten Pionieren moderner Architektur in Indien. Doshis Lebenswerk wurde 2018 mit dem Pritzker- Preis geehrt, der weltweit renommiertesten Auszeichnung für Architektur. Seit den 1950er-Jahren hat Doshi mehr als 100 Gebäude realisiert, darunter Verwaltungs- und Kultureinrichtungen, Siedlungen und Wohnhäuser. International bekannt wurde er durch seine visionären Stadtplanungen und sozialen Wohnprojekte sowie durch sein großes Engagement im Bildungsbereich. Sein Verständnis von Architektur ist stark von Le Corbusier und Louis Kahn geprägt, mit denen er als junger Architekt zusammenarbeitete. Ausgehend von deren moderner Formensprache hat er jedoch ein ganz eigenes ästhetisches Vokabular entwickelt, das mit lokalen Bedürfnissen und indischen Traditionen in Einklang steht. Doshis Gesamtwerk wird in diesem Jahr erstmals in einer Retrospektive in Europa gezeigt. Anhand zahlreicher Architekturmodelle, Pläne, Malereien, Fotografien, Filme und Nachbauten seiner Architekturen in Originalgröße wird sein Schaffen in den Bereichen Architektur, Städtebau, Design und Kunst umfassend präsentiert. Die Ausstellung ist eine Übernahme vom Vitra Design Museum.

24. OKTOBER 2019 BIS 19. JANUAR 2020

RESONANZRAUM BAUHAUS - HERMANN GLÖCKNERS FRÜHES TAFELWERK 1930-1935

1930 entschied sich Hermann Glöckner, eine neue konzeptuelle Werkgruppe - das sogenannte Tafelwerk - zu beginnen, in der er rein konstruktiv-abstrakt arbeitete. Mit ihm verwirklichte Glöckner seine Idee einer offenen Systematik zu Material- und Formfragen, ohne dass seine Analysen in Gesetzmäßigkeiten erstarren. Insbesondere die frühen Tafeln von 1930 bis 1935 geben einen ästhetischen und konzeptuellen Schlüssel für das Verständnis zu Glöckners späterem künstlerischem Gesamtwerk an die Hand und stehen im Besonderen für die hohe künstlerische Qualität einer programmatischen Variante innerhalb des deutschen Konstruktivismus zwischen den beiden Weltkriegen. Zweifellos steht Hermann Glöckners Tafelwerk in seinem Rang der 1963 in Amerika publizierten „Interaction of Colours‘‘ des vormaligen Bauhaus-Meisters Joseph Albers in nichts nach. Obwohl es bereits Jahrzehnte vor Albers‘ Untersuchung geschaffen wurde, ist seine Kenntnisnahme, Bewertung und Bedeutung im Kontext der Klassischen Moderne durch zwei deutsche Diktaturen verhindert worden und steht bis heute aus.

Das Jubiläum der Gründung des Bauhauses vor rund 100 Jahren nimmt die Staatliche Graphische Sammlung zum Anlass, den Künstler in einer ersten musealen Einzelausstellung in München einem breiteren Publikum zu präsentieren und das frühe Tafelwerk vor dem Hintergrund des „Resonanzraum Bauhaus‘‘ neu zu sehen und zu diskutieren.

08. NOVEMBER 2019 BIS 13. SEPTEMBER 2020

FEELINGS...

KUNST, DIE BERÜHRT

Bewegend und berührend, sinnlich und Sinn stiftend - Gefühle offenbaren das Innerste des Menschen. Ob Glück, Freude, Leidenschaft oder Geborgensein, ob Wut, Schmerz, Trauer oder Einsamkeit: Vor allem Gefühle machen uns zu Menschen. Die Ausstellung zeigt Bilder, Objekte, Filme und Räume von Künstlerinnen und Künstlern, die keinen erklärenden Begleittext brauchen und bei den Betrachtern Gefühle durch ihre bloße Existenz auslösen. Kunst, die den Dialog dort beginnt, wo das Menschsein unmittelbar zu treffen ist: im Herzen.

15. NOVEMBER 2019 BIS OKTOBER 2020

INGO MAURER

Ingo Maurer gehört zu den vielseitigsten Lichtgestaltern unserer Zeit. Papier, Porzellan oder Plastikmäuse - er bringt sie zum Leuchten. Von der Glühbirne zu Halogen bis OLED: Ihn interessieren die Entwicklungen und Anwendungen technischer Neuerungen, setzt sich aber auch kritisch, mitunter politisch mit diesen Veränderungen auseinander. Denn die Qualität des Lichts ist für ihn besonders wichtig. Mit Ingo Maurer setzt ein Pionier des Lichtdesigns die Reihe für zeitgenössische Designpositionen in der Paternoster-Halle fort, zu der Die Neue Sammlung - The Design Museum seit 2015 jährlich internationale Protagonisten des Designs einlädt.

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Führungen und Veranstaltungen in der Alten Pinakothek, Neuen Pinakothek, Pinakothek der Moderne, im Museum Brandhorst und der Sammlung Schack

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Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land. Sammlung Goetz im Haus der Kunst München, Ehemaliger Luftschutzkeller. Dauer: 24.7.2020 – 10.1.2021. Kuratiert von Cornelia Gockel und Susanne Touw

Michael Armitage im Haus der Kunst München. 24.7.2020 - 3.1.2021. Kuratiert von Anna Schneider

Haus der Kunst München: "Innenleben" - Njideka Akunyili Crosby, Leonor Antunes, Henrike Naumann, Adriana Varejão. Ausstellung vom 29. November 2019 bis 29. März 2020

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